< Previous30 ARBEITSGELEGENHEITEN § 16 D SGB II Teilhabe durch arbeitsähnliche Angebote: Unter- stützung auf dem Weg in die Arbeitswelt Unsere Angebote ermöglichen Menschen, die die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes derzeit nicht erfüllen können, eine wertvolle Teil- habe am Arbeitsleben. Im Rahmen dieser arbeits- ähnlichen Tätigkeiten legen wir besonderen Wert darauf, dass die Beschäftigung sowohl sinnstiftend als auch an das individuelle Leistungsvermögen an- passbar ist. Die Teilnahme an unseren Maßnahmen bietet den Klienten nicht nur Struktur im Alltag, son- dern auch Chancen für Übergänge in qualifizierende Maßnahmen oder geförderte sowie ungeförderte Arbeitsverhältnisse. Arbeitspädagogische Orientierung (APO) in der sbr Holzwerkstatt Unsere sbr Holzwerkstatt bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten, die individuell auf die Fähigkeiten der Klienten abgestimmt werden können. Die Be- arbeitung von Holz erlaubt eine kontinuierliche Stei- gerung der Anforderungen, von grundlegenden Tä- tigkeiten wie Sägen, Bohren, Schleifen oder Leimen bis hin zu anspruchsvoller Oberflächenbearbeitung. Zusätzlich fördern wir Kreativität und handwerkliche Fähigkeiten. Flower Power Dieses Angebot richtet sich an substituierte Drogen- abhängige mit oder ohne Beikonsum. In Zusam- menarbeit mit der Stadt Stuttgart sind die Klienten in städtischen Grünanlagen tätig, wo sie durch ihre Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur leisten. Die sichtbaren Ergebnisse ihrer Tätigkeit steigern nicht nur die Attraktivität der öffentlichen Räume, sondern fördern auch eine positive Wahr- nehmung der Zielgruppe in der Gesellschaft. Darüber hinaus erhalten die Klienten sozialpädago- gische Beratung und Unterstützung bei Themen wie z.B. • Umgang mit Ämtern und Institutionen • gesundheitlichen Problemen • Sucht • Schulden • Wohnungsnot • Stellensuche und Bewerbungsverfahren. Die langjährige Arbeitslosigkeit vieler Klienten führt oft zu einem hohen Unterstützungsbedarf, der durch eine enge Kooperation zwischen der Fachanleitung und der Sozialpädagogik gedeckt wird. Im Jahr 2025 konnte ein Klient in ein sozialversiche- rungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermittelt wer- den. Im Landkreis München und im Landkreis Tübingen: Arbeitsgelegenheiten im Lebensmitteleinzelhandel • Bonus Ottobrunn, Unterschleißheim • Bonus Kusterdingen Förderung durch praxisnahe Beschäftigung im Einzelhandel Die Klienten unserer Maßnahme werden entspre- chend ihrem individuellen Entwicklungstempo vom fachspezifisch ausgebildeten Personal, einschließ- lich der zur Ausbildung berechtigten Marktleitung, schrittweise in die verschiedenen Arbeitsbereiche des Einzelhandels eingeführt. Durch diese intensive Begleitung und praxisnahe Anleitung erhalten sie ein fundiertes Verständnis für Abläufe und Anforde- rungen im Einzelhandel. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen für eine erfolgreiche berufliche Integration, wie Pünktlichkeit, Zuverläs- sigkeit und Selbstorganisation. Gleichzeitig wird arbeitsmarktfernes Arbeits- und Sozialverhalten ab- gebaut, während Teamfähigkeit gestärkt und durch eigene Arbeit ein positives Selbstwertgefühl aufge- ARBEITSMARKTINTEGRATION SOZIALARBEIT31ARBEITSMARKTINTEGRATION SOZIALARBEIT EXREC Refugee Empowerment Center Das exREC-Projekt unterstützte geflüchtete Men- schen im SGB-II-Bezug dabei, sich erfolgreich in den deutschen Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu inte- grieren. Seit April 2024 bot die Maßnahme als Nach- folge von REC individuell zugeschnittene Unterstüt- zung in drei Modulen an: Modul 1 Begleitung, Modul 2 Vermittlung in Arbeit, und Modul 3 Alltagsdeutsch. Leider wurde das Projekt nicht weiter verlängert, sodass es nur noch bis Ende März 2025 angeboten baut wird. Besonders der Bereich „Umgang mit Kundschaft“ spielt eine zentrale Rolle. Hier können die Klienten ihre Kundenorientierung trainieren, soziale Kompe- tenzen stärken und mögliche Sprach- oder Kommu- nikationsbarrieren überwinden. Diese Erfahrungen unterstützen sowohl ihre berufliche als auch persön- liche Entwicklung und bereiten sie auf eine Rückkehr in den regulären Arbeitsmarkt vor. Im Jahr 2024 wurden uns erfreulicherweise wieder mehr Klienten zugewiesen. Dies zeigt sowohl den bestehenden Bedarf als auch das Vertrauen in unse- re Arbeit. Umso mehr freut es uns, dass wir weiteren Menschen die Möglichkeit bieten können, über ein arbeitsnahes Umfeld neue berufliche und soziale Perspektiven zu entwickeln. Durch individuelle Förderung und praxisnahe Be- gleitung leisten wir einen wichtigen Beitrag zur so- zialen und beruflichen Integration und unterstützen die Klienten auf ihrem Weg in ein eigenständiges Berufsleben. Finanziert durch: werden konnte. Die für die nachhaltige Integration essenzielle Module waren für viele unserer Klien- ten eine wichtige Unterstützung, gekennzeichnet von Flexibilität, individuellen Anpassungen und 1:1 Unterstützung – gerade im Bewerbungsprozess und der Bearbeitung wichtiger Dokumente. Der Wegfall dieser Module, die häufig in Kombination besucht wurden, hinterließ eine große Lücke und Unsicher- heit bei den geflüchteten Menschen. Die hohen Klientenzahlen spiegelten den Bedarf nach solchen Unterstützungsmöglichkeit wider und für viele war es ungewiss, inwiefern sie die benötigte Unterstüt- zung im Anschluss noch erhalten würden. Durch die parallele Kürzung vieler weiterer Maßnahmen des Jobcenters war es schwierig passende Anschlussan- gebote für diejenigen zu finden, die weiteren Unter- stützungsbedarf aufwiesen. Finanziert durch:32 UNSERE SBR HOLZWERKSTATT Handwerk mit Verantwortung – Unsere sbr Holzwerkstatt In unserer Holzwerkstatt entstehen mit viel Engage- ment und handwerklichem Können originelle und individuelle Produkte. Jedes Stück wird in sorgfälti- ger Hand- und Detailarbeit gefertigt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem verantwortungs- vollen Umgang mit Materialien. Die Holzwerkstatt setzt bewusst auf Re- und Upcycling von Altholz und kombiniert dieses mit ausgewählten Naturmateriali- en. Durch die Wiederverwendung vorhandener Res- sourcen entstehen nicht nur einzigartige Produkte mit Charakter, sondern es wird gleichzeitig ein Bei- trag zum nachhaltigen Wirtschaften geleistet. Auch bei der Oberflächenbehandlung wird auf Umwelt- verträglichkeit geachtet: Verwendet werden aus- schließlich lösungsmittelfreie Öle sowie Beizen und Lacke auf Wasserbasis. Unsere Holzwerkstatt ist darüber hinaus ein Ort der Begegnung und Förderung: Jugendliche und Er- wachsene wirken in verschiedenen Sozialprojekten aktiv mit und fertigen dabei Holzprodukte an. Dabei erhalten sie nicht nur handwerkliche Einblicke, son- dern können dort zum Beispiel auch Sozialstunden ableisten und Verantwortung übernehmen. So ver- bindet die Werkstatt kreative Arbeit mit sozialem Engagement und bietet eine sinnvolle Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln. Das Produktspektrum der Holzwerkstatt ist vielsei- tig und reicht von kleinen Dekorationsartikeln über Spielwaren bis hin zu individuell gefertigten Möbel- stücken. Aufgrund ihrer Größe können einige größe- re Produkte ausschließlich vor Ort in der Werkstatt abgeholt werden, in der Zuckerfabrik 30 in Stutt- gart-Bad Cannstatt. Hier geht es zu unserem Holzwerkstattshop: Zur Webseite: Holzwerkstatt Shop shop.sbr-locations.de ARBEITSMARKTINTEGRATION SOZIALARBEIT33 Zielgruppen und Schwerpunkte Menschen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit Auch im Jahr 2025 konnten Menschen, die den An- forderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes der- zeit nicht gewachsen sind in diesem Tätigkeitsfeld betreut werden. Im Rahmen des SGB II bieten wir eine schrittweise Heranführung an arbeitsweltbezogene Strukturen, fördern verbindliche Tagesabläufe und stärken be- rufliche Orientierung. Ein besonderer Fokus lag 2025 auf der Stabilisierung von Personen, die aufgrund ih- res Alters oder ihrer gesundheitlichen Situation nur eingeschränkte Integrationschancen besitzen. Durch kontinuierliche Begleitung konnten zahlrei- che Klienten ihre Arbeitsfähigkeit verbessern und neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt entwi- ckeln. Straffällig gewordene Erwachsene Auch 2025 war die sbr ein verlässlicher Partner für Gerichte und Bewährungshilfe. Erwachsene, die zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt wurden, erhielten Zugang zu strukturierten Beschäf- tigungsmöglichkeiten mit pädagogischer Beglei- tung. Durch klare Rahmenbedingungen und persönliche Unterstützung trugen wir zur Stabilisierung des Ar- beitsverhaltens, zur Übernahme von Verantwortung und zu einer positiven Orientierung im sozialen Um- feld bei. Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen Die Angebote für Menschen mit Suchtproblemati- ken – sowohl aktiv konsumierende Substituierte als auch abstinent lebende Personen – wurden 2025 weiter ausgebaut. Arbeit bleibt hierbei ein zentrales Element der Stabi- lisierung: Sie schafft Struktur, fördert Selbstwirksam- keit und unterstützt soziale Teilhabe. Unsere durchlässigen Projektstrukturen ergänzen medizinische, therapeutische und beratende Ange- bote und ermöglichen eine alltagsnahe, lebensprak- tische Unterstützung. Zu den zentralen Angeboten zählen: • Flower Power (Arbeitsgelegenheit nach § 16 SGB II) • Tagwerk – Modul Leben und Arbeit • PengA Ü21 Einsatz- und Tätigkeitsfelder 2025 Die Abteilung InArbeit bot auch im Jahr 2025 ein breites Spektrum praktischer Arbeitsbereiche an, die an die jeweiligen Leistungs- und Entwicklungs- potenziale der Klienten angepasst sind. Diese reichen von niedrigschwelligen Tätigkeiten bis hin zu qualifizierten Arbeitsaufgaben. Dazu ge- hören: • Mitarbeit in der Werkstatt • Einfache Vor- und Zuarbeiten ohne Vorerfahrung • Arbeiten im Außenbereich, z. B. Grünflächen- pflege, Reinigung und Instandhaltung öffentli- cher Anlagen • Umsetzung kommunaler Aufträge der Stadt Stuttgart Durch diese Vielfalt konnten Klienten ihre berufli- chen Grundfertigkeiten ausprobieren, Belastbarkeit testen und realistische berufliche Perspektiven ent- wickeln. Unsere langjährig gewachsenen Kooperationen er- möglichten darüber hinaus zahlreiche Praktikums- möglichkeiten im Einzelhandel, in der Gastronomie sowie in weiteren Branchen. Diese Übergänge in be- triebliche Praxis stellten auch 2025 einen wichtigen Bestandteil unserer arbeitsmarktbezogenen Förde- rung dar. SUCHTHILFE UND ARBEITSTHERAPIE ARBEITSMARKTINTEGRATION SOZIALARBEITARBEITSMARKTINTEGRATION SOZIALARBEIT InArbeit - Grünflächenpflege35 INARBEIT - GRÜNFLÄCHENPFLEGE & REINIGUNGSSERVICE Der Fachbereich inArbeit Grünflächenpflege & Reini- gungsservice gliedert sich in die Bereiche Forst- und Grünflächenpflege, Reinigungsservice sowie Graffiti Entfernung mit unserem Graffitimobil. Ein Schwer- punkt unserer Arbeit liegt in der Reinigung und Pfle- ge von Straßenbegleitgrün, Parkplatzflächen, Parks, Spielplätzen und öffentlichen Plätzen. Besonders die Treppenreinigung gehört zu unseren regelmäßigen Aufgaben – insbesondere in Stuttgart, wo die zahl- reichen „Stäffele“ gepflegt und sauber gehalten wer- den müssen. Unsere Teams sind das ganze Jahr über im Einsatz, wobei sich die Arbeitsschwerpunkte je nach Jahres- zeit verändern. Im Frühjahr und Sommer liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Leerung von Müllei- mern, der Beseitigung von Müll sowie der Pflege von Spielplätzen, Grünanlagen und öffentlichen Flächen. Im Herbst sind unsere Teams verstärkt unterwegs, um Laub von Wegen und Treppen zu entfernen und so für Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum zu sorgen. In den Wintermonaten stehen vor allem Reinigungsarbeiten, die Pflege von Flächen sowie saisonale Aufräum- und Instandhaltungsar- beiten im Mittelpunkt. Unsere Dienstleistungen erbringen wir überwie- gend für Städte und Gemeinden sowie kommunale Einrichtungen. Aber auch Privatpersonen, Firmen, kirchliche Einrichtungen und Vereine gehören zu unserem Kundenkreis. Mit unserer Arbeit tragen wir zur Verbesserung und Sauberkeit des Stadtbildes bei – getreu unserem Leitspruch: „Im Einsatz für eine saubere Stadt.“ Auch forstpflegerische Maßnahmen in Natur- und Landschaftsschutzgebieten gehören zu unserem Arbeitsalltag, beispielsweise Pflegearbeiten oder die Entfernung von wildem Müll, um natürliche Lebens- räume zu erhalten und zu schützen. Neben den fachlichen Dienstleistungen steht der soziale Auftrag im Mittelpunkt unserer Arbeit: be- schäftigen, integrieren, qualifizieren, vermitteln. Unsere Projekte bieten Menschen eine sinnvolle Be- schäftigung in naturnahen Tätigkeiten. Unter Anlei- tung von Fachpersonal sowie mit Unterstützung von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen erhalten sie die Möglichkeit, berufliche Kenntnisse und Fer- tigkeiten zu erwerben und werden bei der sozialen und beruflichen Integration unterstützt. Die Graffiti-Entfernung in Stuttgart sorgt für eine schnelle und fachgerechte Beseitigung unerwünsch- ter Graffitis im öffentlichen und privaten Raum und trägt so zur Aufwertung des Stadtbildes bei. Dabei kommen materialgerechte und schonende Reini- gungsverfahren zum Einsatz, die sowohl effektive Ergebnisse als auch den Schutz der Oberflächen ge- währleisten. Je nach Untergrund werden passende Methoden ausgewählt, um Schäden zu vermeiden und eine optimale Reinigung zu erzielen. Ergän- zend bietet der Service eine präventive Beratung für Eigentümerinnen und Eigentümer an, um geeignete Schutzmaßnahmen gegen zukünftige Verschmut- zungen aufzuzeigen. Anfragen: info@sbr-ggmbh.de 0711 55019-0 INARBEIT Oberbürgermeister Frank Nopper zu Gast bei der Graffiti-EntfernungNAHVERSORGUNG frisch. regional. nachhaltig. Ihr Nahversorger BONUS37BONUS BONUS - IHR NAHVERSORGER GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER BONUS GGMBH Das Geschäftsjahr 2025 war für die BONUS gGmbH von anspruchsvollen wirtschaftlichen und struktu- rellen Rahmenbedingungen geprägt. Der Lebens- mitteleinzelhandel im Vollsortiment stand weiterhin unter erheblichem Kostendruck. Preissteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, ins- besondere bei Rohstoffen, Verpackungsmaterialien, Energie sowie bei laufenden Betriebskosten, belas- teten die Branche nachhaltig und erforderten eine hohe Anpassungsfähigkeit im operativen Geschäft. Parallel dazu veränderten sich die arbeitsmarkt- politischen Voraussetzungen. Im Verlauf des Jahres ging die Zahl der durch die Jobcenter geförderten Klienten spürbar zurück. Diese Entwicklung stellte die BONUS gGmbH vor zusätzliche organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen, da Beschäf- tigungs- und Qualifizierungsangebote kontinuier- lich an veränderte Förderbedingungen angepasst werden mussten. Umso wichtiger waren eine vor- ausschauende Planung, stabile Strukturen und eine konsequente Steuerung der verfügbaren Ressour- cen. Eine besondere Zäsur im Berichtsjahr war die Schlie- ßung des Bonus Marktes an der Rohrer Höhe in Stutt- gart. Nach intensiver Prüfung der wirtschaftlichen, baulichen und strukturellen Rahmenbedingungen musste die Entscheidung getroffen werden, den Marktbetrieb an diesem Standort einzustellen. Der Markt hatte über viele Jahre hinweg eine wichtige Rolle in der wohnortnahen Nahversorgung gespielt. Um die Versorgung der Anwohnerinnen und Anwoh- ner dennoch weiterhin sicherzustellen, wurde kurz- fristig eine Interimslösung in einem nahegelegenen Altersheim umgesetzt. In enger Abstimmung mit den beteiligten Akteuren konnte so zumindest über- gangsweise die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs aufrechterhalten werden. Diese Lösung ver- deutlicht den Anspruch der BONUS gGmbH, auch in herausfordernden Situationen verantwortungsvoll und pragmatisch zu handeln. Ebenfalls einschneidend war die Schließung des Bo- nus Marktes in Dachau. Trotz intensiver Prüfung der wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedin- gungen konnte der Standort unter den gegebenen Voraussetzungen nicht dauerhaft wirtschaftlich be- trieben werden. Die Entscheidung war notwendig, um die Gesamtstabilität des Unternehmens zu si- chern und Ressourcen gezielt auf langfristig tragfä- hige Standorte zu konzentrieren. Demgegenüber steht die erfolgreiche Stabilisierung des Bonus Marktes in Stetten Leinfelden Echterdin- gen. Durch das enge Zusammenwirken des Bonus Fördervereins, einer engagierten Bürgerinitiative sowie gezielter Öffentlichkeitsarbeit konnte der Standort nachhaltig gestärkt werden. Besonders hervorzuheben ist das gewonnene ehrenamtliche Engagement. Zahlreiche neue ehrenamtliche Mit- arbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen seither den Marktbetrieb und leisten einen wichtigen Bei- trag zur Sicherung der wohnortnahen Versorgung. Dieses Beispiel zeigt, wie gemeinschaftliches Han- deln und bürgerschaftliches Engagement zur Stabi- lisierung sozialer Nahversorgungsstrukturen beitra- gen können.38 Trotz der genannten Belastungen ist es der BONUS gGmbH im Geschäftsjahr 2025 gelungen, die ge- planten wirtschaftlichen Zielsetzungen vollständig zu erreichen. Maßgeblich hierfür waren eine stabi- le Nachfrage in der wohnortnahen Nahversorgung, eine konsequente Kostensteuerung sowie das hohe Engagement der Mitarbeitenden, der geförderten Klienten und der ehrenamtlich Unterstützenden. Ihr täglicher Einsatz trug entscheidend dazu bei, die Planzahlen einzuhalten und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Insgesamt zeigt das Geschäftsjahr 2025, dass die BONUS gGmbH auch unter schwierigen wirtschaft- lichen und strukturellen Bedingungen handlungs- fähig bleibt. Die erfolgreiche Verbindung von so- zialem Auftrag und wirtschaftlicher Verantwortung bildet weiterhin das Fundament für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung und stärkt die Rolle des Unternehmens als verlässlicher Partner in der kom- munalen Nahversorgung. Einführung digitaler Preisschilder im Bonus-Markt Büsnau Im Geschäftsjahr 2025 hat die Bonus gGmbH einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Digitalisie- rung und Effizienzsteigerung im Einzelhandel ge- macht. Im Bonus-Markt Büsnau wurden erstmals digitale Preisschilder eingeführt. Dieses innovative Projekt markiert einen Meilenstein in der Moderni- sierung unserer Filialprozesse und trägt dazu bei, die Transparenz und Aktualität unserer Preisgestaltung weiter zu verbessern. Digitale Preisschilder ersetzen die herkömmlichen Papieretiketten an den Regalen. Die Technologie ermöglicht es, Preise und Produktinformationen in Echtzeit digital zu aktualisieren. Änderungen der Preise, Sonderaktionen oder Produktinformationen werden zentral über das Kassensystem oder ein Wa- renwirtschaftssystem gesteuert und unmittelbar auf den Displays der Preisschilder angezeigt. Das redu- ziert manuelle Tätigkeiten, senkt Fehlerquoten und verbessert die Effizienz im Tagesgeschäft. Ein zentraler Vorteil der digitalen Preisschilder ist die Zeitersparnis für unser Personal. Die Mitarbeiter im Markt müssen nicht mehr zeitaufwendig alle Etiket- ten manuell austauschen. Stattdessen können sie sich verstärkt auf die Kundenberatung, Regalpflege und andere dienstleistungsorientierte Aufgaben konzentrieren. Gleichzeitig profitieren unsere Kun- dinnen und Kunden von stets aktuellen und gut les- baren Preisinformationen. Im Rahmen der Einführung wurde großen Wert auf eine praxisnahe Schulung des Teams gelegt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bonus Markt BONUS JETZT FÜR SIE ZU HAUSE! Unsere handgemachten Maultaschen können Sie jetzt auch zu Hause genießen! Die vier leckeren Sorten gibt es in vielen Bonus- Märkten zu kaufen! www. maultaschen-restaurant.de Anzeige39BONUS Büsnau wurden im Umgang mit der neuen Technik geschult und in die Abläufe der digitalen Preisaktu- alisierung eingeführt. Die Reaktionen aus dem Team waren durchweg positiv, Besonders die Zeitersparnis und die intuitive Bedienbarkeit der neuen Preisschil- der wurden hervorgehoben. Die Einführung der digitalen Preisschilder ist auch ein Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Bonus gGmbH. Durch den Wegfall der Papieretiketten re- duzieren wir den Verbrauch von Druckmaterialien und sorgen für einen kleineren ökologischen Fußab- druck im Filialbetrieb. Insgesamt zeigt das Projekt in Büsnau, wie digitale Lösungen im Lebensmitteleinzelhandel erfolgreich implementiert werden können. Die gewonnenen Er- fahrungen dienen als Grundlage für eine mögliche Ausweitung der Technologie auf weitere Standorte. Mit der digitalen Preisauszeichnung setzt die Bonus gGmbH einen weiteren Impuls, um Kundenservice, Effizienz und Nachhaltigkeit zu stärken. Neue Ausbildungsbeauftragte der BONUS gGmbH Mit Frau Simona Pflanz stellt die BONUS gGmbH ihre neue Ausbildungsbeauftragte vor. Als Bezirksleitung verfügt Frau Pflanz über fundier- te Erfahrung im operativen Marktgeschehen sowie in der Führung und Begleitung von Mitarbeitenden. Sie kennt die Anforderungen des Arbeitsalltags in den Märkten ebenso wie die Herausforderungen von Auszubildenden und Klienten in Qualifizierungspro- zessen. In ihrer Funktion als Ausbildungsbeauftragte ist Frau Pflanz zentrale Ansprechpartnerin für alle aus- bildungsrelevanten Themen. Dazu gehören die Be- gleitung der Auszubildenden während der gesam- ten Ausbildungszeit, die enge Abstimmung mit den Märkten und Anleitenden sowie die Sicherstellung einheitlicher Qualitätsstandards in der Ausbildung. Ziel ist es, verlässliche Strukturen zu schaffen und eine fachlich wie persönlich fundierte Entwicklung zu ermöglichen. Mit dieser Funktion unterstreicht die BONUS gGmbH die Bedeutung von Ausbildung und Qualifizierung als festen Bestandteil ihrer sozialen und unterneh- merischen Verantwortung. Frau Pflanz steht dabei für Praxisnähe, Verlässlichkeit und eine wertschät- zende Begleitung. Gemeinsam gewachsen – neue Bezirksleitung aus den eigenen Reihen Mit Frau Jelena Tolic übernimmt im Jahr 2025 als Be- zirksleiterin Verantwortung, dieser Weg ist bei der BONUS gGmbH von Vertrauen, Entwicklung und gelebter Zusammenarbeit geprägt. Ihre berufliche Geschichte steht beispielhaft für das, was entsteht, wenn Menschen gemeinsam wachsen und Verant- wortung Schritt für Schritt übernommen wird. Seit acht Jahren ist Frau Tolic Teil unseres Unterneh- mens. Ihr Einstieg im Bonus Markt Sulzgries begann im direkten Kontakt mit der Kundschaft und im en- gen Austausch mit den Teams vor Ort. Früh wurde deutlich, dass sie nicht nur fachliche Stärke, sondern auch ein besonderes Gespür für Menschen, Abläufe und Zusammenhalt mitbringt. Als stellvertretende Marktleiterin und später als Marktleiterin führte sie den Markt ab 2021 mit großer Verlässlichkeit, Enga- gement und Wertschätzung gegenüber ihren Mit- arbeitenden. Ihre fachliche Ausbildung bildet dafür ein solides Fundament. In Kroatien absolvierte Frau Tolic eine Ausbildung zur Fachkraft für Ernährungswissen- schaften und schloss anschließend ein Studium zur Ingenieurin für Lebensmitteltechnologie ab. Dieses Wissen verbindet sie mit langjähriger praktischer Er- fahrung, Führungsstärke und einem klaren Blick für Qualität, Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit im Next >